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Doppelte Wesentlichkeitsanalyse:
Weniger Komplexität durch vereinfachte ESRS

Doppelte Wesentlichkeitsanalyse:
Weniger Komplexität durch vereinfachte ESRS

Mit der Annahme der vereinfachten European Sustainability Reporting Standards (ESRS) (formelle Publikation vorraussichtlich Ende März) lohnt sich ein Blick darauf, welche Auswirkungen dies auf die Doppelte Materialitätsanalyse (DMA) hat.

Die DMA ist der zentrale Baustein für eine Wesentlichkeitsanalyse gemäss europäischen Nachhaltigkeitsstandards. Unabhängig davon, ob Sie erstmals eine DMA durchführen oder bereits Erfahrung haben:

Es lohnt sich, Ihre Analyse im Hinblick auf die Simplified ESRS zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick

Die vereinfachten ESRS Standards bringen mehrere Klarstellungen und pragmatische Erleichterungen für Unternehmen.

    • Top-down-Ansatz: Unternehmen können wesentliche Themen ausgehend von Geschäftsmodell, Strategie, Geographien oder der Wertschöpfungskette eingrenzen. Auch kombinierte Ansätze sind zulässig.
    • Fokus auf relevante Hotspots: Es ist nicht erforderlich, jeden potenziellen Impact, Risk oder Opportunity (IRO) entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu analysieren. Die Analyse kann sich auf Bereiche mit potenziell wesentlichen Auswirkungen konzentrieren.
    • Pragmatischere Datenanforderungen: Unternehmen können sich auf reasonable and supportable information aus üblichen internen und externen Quellen stützen. Für viele Themen genügt eine qualitative Analyse.
    • Stakeholder-Einbindung flexibler: Ein separater Befragungsprozess speziell für die Materialitätsanalyse ist nicht mehr erforderlich. Es können Inputs von internen und externen Stakeholder einfliessen, wobei externe Stakeholder nicht zwingend einbezogen werden müssen.
    • DMA muss nicht jährlich neu durchgeführt werden: Eine Aktualisierung ist nur erforderlich, wenn sich wesentliche Änderungen ergeben – etwa im Geschäftsmodell, bei Aktivitäten oder in der Wertschöpfungskette.

Warum sich eine CSRD-konforme Doppelte Wesentlichkeitsanalyse für Schweizer Unternehmen lohnt

Schweizer Unternehmen, welche nicht direkt unter die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) fallen, können von einer DMA nach ESRS profitieren.

    • Indirekte Betroffenheit: Internationale Kunden, Banken und (institutionelle) Investoren verlangen zunehmend ESG-Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette – häufig orientiert an der CSRD.
    • Regulatorische Entwicklung: Schweizer Nachhaltigkeitsregulierungen werden mit grosser Wahrscheinlichkeit an der Europäischen CSRD angelehnt – ein Update dazu vom Schweizer Bundesrat folgt im Frühjahr.
    • Strategischer Mehrwert: Eine fundierte DMA schafft Klarheit über wesentliche Themen, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und schärft den Fokus der Berichterstattung.

Eine professionelle DMA ist nicht nur Compliance – sondern ein starkes strategisches Steuerungs- und Kommunikationsinstrument.

Austausch zur Doppelten Wesentlichkeitsanalyse

Möchten Sie Ihre bestehende DMA im Hinblick auf die vereinfachten ESRS überprüfen oder anpassen? Oder planen Sie, erstmals eine DMA durchzuführen?

Gerne tauschen wir uns mit Ihnen aus und zeigen auf, wie eine pragmatische und effiziente Umsetzung aussehen kann.

Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch.

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